Nasser Hund

Wir sind nach unserer Rückkehr nach Cairns auch direkt am nächsten Tag weiter gefahren. Und zwar mit dem Greyhound Bus. Ist ziemlich angenehm, mehr Beinfreiheit als im Flugzeug und grosse, gut ausgestattete Reisebusse. Naja, nen Klimaanlagen-Arktis-Fetisch haben die ja hier alle, auch der Busfahrer. Die machen sogar nen Lunchstopp ;-). Wir haben ein Ticket von Cairns nach Sydney und man muss die Plätze dann immer kurz vorher reservieren. Wir haben das auch vom Mces aus gemacht. Naja, wenn die Leute im freien Internet dort auch wirklich nur surfen würden und nicht skypen (sogar ohne Headset, also rumschreien, dass die dich hören…), Filme ziehen, … hätten auch alle genug Bandbreite. Echt ätzend lahm.
Naja, nach 6 Stunden Busfahrt sind wir dann in Townsville angekommen, dort dann noch 30 min mit der Fähre nach Magnetic Island und dann nochmal 15 min mit dem Inselbus nach Norden.
Auf der Insel gibt es 4 „Siedlungen“, zwei Buslinien und ansonsten eigentlich nur Nationalpark mit tollen „Bushwalks“. Wir werden hier noch voll zu den Bushwalk-Fans. Die längste Strasse ist 12km lang.
Leider ist das Wetter immernoch nicht besser, aber wenn man zur Regenzeit im Regenwald Urlaub macht, ich mein, was soll man da auch erwarten? Aber davon lassen wir uns nicht aufhalten. Wir haben gleich an unserem ersten Tag einen kleinen Bushwalk gemacht. Die Insel ist traumhaft, so gruen, es gibt viele Tiere und so einiges zu entdecken.
Am ersten Abend saßen wir draussen auf der mini Veranda vor unserem Bungalow, da kam ein Possum zu uns. Hier auf dem Campingplatz wohnen auch Wallabies, lustige Vögel, mini Frosche, die sind wirklich vielleicht 2 cm groß, und Possums.
Hier direkt am Hostel ist eine Aufzuchtstation für Tiere angeschlossen. Da sind wir direkt am 2. Tag hin und konnten viele Tiere auch mal anfassen. Zum Beispiel Pythons, Krokodile und Koalas (letzteres kostet $ 14). Und die erzählen noch viele Dinge über die Tiere und so. Zum Beispiel, dass von den 10 giftigsten Schlangen 9 in Australien leben. 😉 Aber der Bjoern hat die Rangerin auch nicht wirklich immer verstanden, weil die wirklich genuschelt hat.
Auch in der Wildnis sieht man hier super viele Tiere, das fängt bei Wallabies an, die mal über einen Bushwalk hüpfen und hört bei Koalas auf, die faul in den Bäumen hängen.
Gestern haben wir uns ein „Mini Moke“ fuer einen Tag ausgeliehen, um die Insel zu erkunden. Es ist ganz schoen komisch auf der anderen Strassenseite zu fahren. Ja einige male sind wir auch falsch abgebogen oder kurzfristig auf der falschen Strassenseite gefahren. Wir hatten so viel Spaß! Neben Bushwalks und ueber die Insel Cruisen nehmen hier die daheim so normaelen Dinge wie die Nahrungsbeschafung,-zubereitung und Waesche waschen einen großen Teil des Tages ein. Es benoetigt einige Ueberwindung die Hostelkuechen zu nutzen, andererseits ist es einfach zu teuer staendig auswaerts zu essen. Gestern haben wir uns zum ersten Mal lecker Fleisch gekocht. Ja und das Waschen war auch so ein Erlebnis. Die Waschmaschine hat 3 Einstellungen, schwarz, bunt und weiß, keine Temperatureinstellung. Wir waren auch ziemlich ueberrascht als nach 30 min die Maschine fertig war. Unsere Sachen waren immer noch dreckig, muffig und teilweise nichtmal richtig nass. Wir haben sie dann mal als sauber bezeichnet und einfach wieder in Backpack gepackt. Hoffentlich wird das beim naechsten Stop besser. Aber das ist auch nicht so schlimm. Mittlerweile riecht alles sowieso nach nasser Hund.
Gerade eben waren wir dann noch beim Bird Feeding. Da kommen ca. 150 Papageien und fressen Brot aus der Hand, das einem die Rangerin liebevoll auf die Hand legt. Ist auch klar, dass die das liebevoll tut, weil das kostet mal nix.
Mittlerweile sind wir den dritten vollen Tag auf der Insel und morgen geht es leider schon weiter. Das Rumreisen ist wirklich anstrengend. Alles muss genau getimt werden. Aber die haben hier nen Zettel auf dem steht, welchen Bus man nehmen muss, dass man die Fähre gekommt und damit dann rechtzeitig am Greyhound Bus ist.
Nächster Stopp ist Arlie Beach, von dort werden wir dann zu den Whitsunday Islands segeln und Sophie treffen. Hoffentlich regnet es da dann weniger. Und auch Sturm wäre nicht so toll, wegen des Seegangs und so…

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